Solawi A-Z

Du interessierst Dich für eine Mitgliedschaft bei uns und möchtest Dir gerne ein genaueres Bild über die Organisation und die Abläufe verschaffen? Du bist neu dabei und weißt noch nicht genau, wie alles funktioniert? Wenn Du eine dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet hast, dann lies unser Solawi A-Z! Hier werden viele wichtige Fragen kurz und knapp beantwortet.

Deinen Ernteanteil kannst du in Eigenorganisation wöchentlich an einem oder zwei (noch nicht festgelegten) Tagen am Stiftungshof abholen. Möglicherweise bietet es sich an, untereinander Abholgemeinschaften zu bilden. Die Einrichtung von lokalen Abholstationen kann angedacht werden, sofern große Nachfrage besteht und passende Räumlichkeiten und Ehrenamtliche gefunden werden können.

Die Bieterrunde ist ein Verfahren, um das Jahresbudget der Solawi zu decken und dabei die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der Mitglieder zu berücksichtigen. Alle Produktionskosten werden von der Gemeinschaft getragen. Mit der Abgabe eines Gebotes sagt jedes Mitglied zu, sich in Höhe des gebotenen Betrages am Jahresbudget der Solawi zu beteiligen. Das abgegebene Gebot entspricht also einer verbindlichen Finanzierungszusage für ein ganzes Jahr bzw. eine Saison.

Ackergifte, nein danke! Bei uns kommt keine Chemie auf den Acker! Wir werden gänzlich auf den Einsatz von Pestiziden verzichten und nur natürliche, organische Pflanzenschutzmittel verwenden. Synthetische Kunstdünger kommen bei uns auch nicht zum Einsatz, stattdessen setzen wir auf rein organische Düngemittel.

Ein moderner Begriff, auch für unsere SoLawi vielseitig einsetzbar. Für uns ist Diversität von Menschen und in der Natur selbstverständlich.

Der Ernteanteil bezieht sich auf die Menge an Gemüse, die Sie sich das Erntejahr über wöchentlich abholen können. Die Größe eines Ernteanteils orientiert sich an dem Wochenverbrauch einer Kleinfamilie. Im Laufe des Jahres wird die Menge an Gemüse aber variieren – im Frühjahr und Herbst wird die Ernte geringer ausfallen, im Sommer wächst dafür umso mehr. Die Kosten für den eigenen Ernteanteil werden individuell bei der Bieterrunde vor Beginn des Anbaujahres festgelegt.

Die Solawi finanziert sich im Großen und Ganzen durch ihre Mitglieder. Durch die Mitgliedsbeiträge, die zusätzlich zu den Kosten des Ernteanteils gezahlt werden, kann ein Großteil der laufenden Ausgaben gedeckt werden. Dennoch sind wir auf finanzielle Unterstützung von außen, z.B. in Form von Förderungen, angewiesen.

Gärtner: Wir starten ins Jahr 2023 mit 1,5 Gärtnerstellen und hoffen auf weitere Unterstützung durch Praktikanten und unsere Mitglieder.
Gemüse: Unser Gemüse wird nachhaltig und umweltschonend angebaut. Dazu gehört der vollständige Verzicht auf konventionelle Spritz- und Düngemittel sowie die Verwendung von naturbelassenem und samenfesten Saatgut.
Genuss: Einige Gemüse wie Mangold, Fenhel und Pastinaken werden für unsere Mitglieder neu sein. Um sie trotzdem zu einem Genuss werden zu lassen, werden wir unseren Mitglieder regelmäßig Rezepte zur Verfügung stellen.
Gemeinschaft: Eine Solawi ist einer Wirtschaftsgemeinschaft zwischen Verbraucher*innen und Erzeuger*innen die Kosten, Verantwortung und Risiko teilt. Darüber hinaus werden wir mit Aktionen und Festen die Gemeinschaft zwischen unseren Mitgliedern stärken.
Gelingen: Um unsere Solawi zu einem Erfolg werden zu lassen, brauchen wir neben Ernteteiler*innen auch die Unterstützung von Fördermitgliedern und Sponsoren.

Unsere Arbeitsweise auf dem Acker zielt darauf ab, möglichst viel Humus aufzubauen. Humus ist die Basis für eine hohe Bodenfruchtbarkeit, ein gesundes Bodenleben und sorgt somit für reges Pflanzenwachstum. Viele positive Eigenschaften, wie der enormen Wasserspeicherkapazität als auch der Fähigkeit, Kohlenstoff zu speichern, machen ihn besonders wertvoll und unverzichtbar für eine umweltverträgliche, klimafreundliche Landwirtschaft.

haben wir viele: naturverbundenes gärtnern, gemeinsames Handeln, reger Austausch z.B. über unseren Beitrag zu einer urenkeltauglichen Welt.

Können wir es schaffen, eine Solidarische Landwirtschaft in Iserlohn aufzubauen? Ja!!! Gemeinsam können wir etwas bewegen! Damit übernehmen wir konkret Verantwortung für die umweltfreundliche, gemeinschaftliche Produktion und die ortsnahe Verteilung von Lebensmitteln in unserer Region! Unabhängig von marktwirtschaftlichen Zwängen und unter fairen Bedingungen leisten wir zudem einen wichtigen Beitrag zur Agrarwende.

Das Klima kocht. Doch du hast Messer und Gabel in der Hand und entscheidest, was bei dir auf den Teller kommt! Eine pflanzenbasierte Ernährung mit wenig (oder keinen) tierischen Lebensmitteln kann wesentlich zur Verringerung der Treibhausgasemission beitragen. Mit dem Kauf von Gemüse aus unserer Solawi beziehst du deine Nahrungsmittel zudem regional, saisonal und aus nachhaltiger Erzeugung. Und vielleicht hast du auch Lust, mal was Neues mit leckeren Wildkräutern auszuprobieren?

Wir betreiben eine regenerative und nachhaltige Landwirtschaft. Uns ist es wichtig, die Bodenstruktur unseres Ackers kontinuierlich zu verbessern und die Anreicherung von Humus im Boden zu unterstützen. Dies schaffen wir durch eine schonende Bodenbearbeitung und die Zuführung von mehr Nährstoffen als der Anbau erfordert.

Mitglied werden kann jeder, der sich für gesundes, regionales und ökologisch erzeugtes Gemüse aus einer nachhaltigen Landwirtschaft begeistern kann. Es ist möglich, sowohl Fördermitglied ohne Ernteanteil, als auch ordentliches Mitglied mit Ernteanteil zu werden. Hierzu einfach den Mitgliedsantrag, den du auf der Website findest, ausfüllen. Da wir jede helfende Hand gebrauchen können, freuen wir uns über jeden, der bereit ist sich nach seinen Fähigkeiten einzubringen. Das ist natürlich kein Muss!

verstehen wir ganz im Sinne des Erfinders, dem sächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz (1645-1714): “Wir haben nur eine Welt.”

Wir werden unser Gemüse umweltverträglich erzeugen. Eine Bio-Zertifizierung streben wir zwar nicht an, dennoch werden wir nach der EU-Öko-Verordung wirtschaften und darüber hinaus Arbeitstechniken aus der biodynamischen Landwirtschaft anwenden. Landwirtschaft im Einklang mit der Natur zu betreiben liegt uns sehr am Herzen.

Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit! Wir werden in enger Kooperation mit den anderen Akteuren am Stiftungshof arbeiten. Mit der NaturSpielWerkstatt Lindenhaus e.V. werden wir Bildungsangebote zum Thema “AckerErLeben” einrichten. Weitere Kooperationen sind geplant.

Unser Ziel ist es frische, vielfältige und saisonale Lebensmittel zu erzeugen. Dabei liegt auch ein Augenmerk auf der Qualität unserer Erzeugnisse. Krumme Gurken und miteinander verwachsene Möhren gewinnen zwar keinen Schönheitswettbewerb mehr, sind aber meistens trotzdem von guter Qualität.

Risiko gehört zum Leben leider dazu. Gerade in der Landwirtschaft ist das Risiko von geringerer Ernte, oder Ernteausfall durch Unwetter, Trockenheit, Schädlinge gegeben. In guten Erntejahren fällt der Anteil größer, in schlechten Erntejahren kleiner aus. Anders als in der herkömmlichen Landwirtschaft tragen bei einer Solawi alle Mitglieder das Risiko.

“SoLawi”, das Kürzel für Solidarische Landwirtschaft beschreibt ihr Konzept: Verbraucher*innen verpflichten sich den Erzeuger*innen einen festen Beitrag dafür zu zahlen, das die Kosten für die Erzeugung zuverlässig gedeckt sind, dafür werden sie mit den erzeugten Produkten versorgt.

Wir werden unseren Acker schonend, ohne große Technik bearbeiten. Viele Arbeiten werden mit einfachen Handwerkzeugen durchgeführt. Dies erfordert zwar mehr Zeit und körperlichen Einsatz, reduziert die Eingriffe in das wichtige, natürliche Bodengefüge aber enorm.

Du hast Lust, auf dem Acker mitzuarbeiten oder dich anderweitig nach deinen individuellen Fähigkeiten in die Gemeinschaft einzubringen? Immer gerne, jeder und jede ist herzlich willkommen! Dazu muss sich aber keiner verpflichtet fühlen, das Angebot beruht auf freiwilliger Basis. Natürlich freuen wir uns über finanzielle Unterstützung. Mit einer Fördermitgliedschaft kannst du dazu beitragen, dass die Solawi ein voller Erfolg wird.

Der Verein SoLawi AckerLeben e.V. wurde am 11.11.2021 gegründet. Wir sind eine bunt gemischte, generationsübergreifende Gruppe von engagierten Menschen, die gemeinsam die Vision einer SoLawi am Stiftungshof groß machen möchte. Unterteilt in verschiedene Arbeitsgruppen stellen wir uns immer neuen Herausforderungen und setzen nach und nach unsere Ideen um.

Wir machen es zu unserer Aufgabe den Mitgliedern der Solawi ein Wohlgefühl durch frisches, knackiges Gemüse und eine schöne Gemeinschaft zu vermitteln, in der jeder willkommen ist!

Hast du eine gute Idee für den Buchstaben X? – melde dich gerne bei uns unter: info@solawi-ackerleben.de

ist auch auf einem Acker möglich. Tiefe Verbundenheit mit der Kraft, die im Boden steckt und eine Energieaufladung für Menschen, nach dem Vorbild der Pflanzen, ist möglich und gewollt.

Wir alle wünschen uns eine Welt auf der wir und unsere Kinder, Enkelkinder und Nachkommen sicher leben können. Mit unserer SoLawi möchten wir einen kleinen Beitrag leisten und ein Beispiel geben, wie lebendige, vielfältige sowie zukunftsfähige und regenerative Landwirtschaft gefördert werden kann.